Heizöl oder Erdgas

 

Wofür sich die Verbraucher beim Heizen entscheiden

Erdgas ist nach wie vor die beliebteste Heizenergie

Erdgas oder Heizöl? Diese Frage stellen sich die meisten Hauseigentümer, wenn es um die Anschaffung einer neuen Heizung geht. Der Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) informiert, wofür sich die Verbraucher im Neubau und Gebäudebestand entscheiden.
Nach Angaben der Statistischen Landesämter wurden im Jahr 2003 etwa 74 Prozent aller Neubauten mit einer Erdgasheizung ausgestattet. Insgesamt kam Ende 2003 in circa 17,5 Millionen Wohnungen Erdgas als Heizenergie zum Einsatz: Das entspricht 46,6 Prozent. Der Anteil erdgasbeheizter Wohnungen in Deutschland ist damit weiter gestiegen. Die Quote der Wohnungen, in denen Heizöl genutzt wird, ist auf 31,6 Prozent gesunken. Mit Kohle werden 3,6 Prozent, mit Strom 5,8 und mit Fernwärme 12,4 Prozent beheizt.


Im Hinblick auf die Modernisierung von bestehenden Heizungsanlagen stellten 2004 in Gebieten mit Erdgas-Versorgung viele Haus- und Wohnungseigentümer die Heizung von Heizöl auf Erdgas um. Dort wurden nach Informationen des BGW innerhalb der ersten acht Monate des Jahres 49 Prozent aller Ölkessel, die modernisiert wurden, durch Gasgeräte ersetzt. Umgekehrt entschied sich weniger als ein Prozent für eine Umstellung von Erdgas auf Heizöl.

Trotz der aktuellen Preisdiskussionen setzt sich Erdgas bei den Haus- und Wohnungseigentümern immer mehr durch. Eine für ganz Deutschland repräsentative schriftliche Befragung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) bestätigt diesen Trend. Laut GfK sind 68 Prozent der deutschen Haushalte mit ihrer Erdgasheizung sehr zufrieden, bei der Ölheizung liegt dieser Wert bei 59 Prozent.

Berlin, Januar 2005

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